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Grenzgänger – Umzug nach Deutschland

 

 

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„In Stettin hätten wir uns nicht mal eine Eigentumswohnung leisten können“, so Piotr Blaszcyk. „Im kleinen Örtchen Freienstein dagegen konnten wir uns sogar ein ganzes Haus kaufen.“ Schlappe € 25.000 mussten sie dafür auf den Tisch blättern. Jetzt dürfen sie ein heruntergekommenes Landhaus samt 3 Hektar Land ihr eigen nennen.

Der große Traum vom Eigenheim – die polnische Familie Blaszczyk aus Stettin hat ihn sich in Deutschland erfüllt. Auf deutscher Seite sind die Immobilienpreise so niedrig wie nie, während sie in der boomenden Metropole Stettin ins Unermessliche steigen.

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Der Architekt Jürgen Teske und das Maklerehepaar Horn arbeiten mittlerweile fast ausschließlich für polnische Hauskäufer.

„Etwas Besseres hätte dieser Gegend nicht passieren können. Die polnischen Familien bringen eine Menge Aufträge hierher“, sagt Architekt Teske. „Zwar renovieren sie viel in Eigenregie, aber einen Großteil der Arbeit müssen Fachkräfte erledigen.“

Wie Familie Blaszczyk versucht auch Familie Wystrach in Deutschland ihr Glück. Beide Familien verfügen über großes handwerkliches Geschick und verbringen jede freie Minute am Eigenheim, beide stammen aus der Hafenstadt Stettin, wo die Kluft zwischen Armen und Reichen immer größer wird. Auf der einen Seite das Luxusviertel im Speckgürtel der Stadt, auf der anderen Seite riesige Wohnblocks für Polen mit winzigem Einkommen.

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Diese Nordstory zeigt, wie sich für verschiedene Polen der Umzug ins Grüne entwickelt. Wie schreiten die Renovierungsarbeiten voran? Reicht das Geld? Wie lebt es sich im Winter in einem schwer renovierungsbedürftigen Haus? Wie integrieren sich die Neuankömmlinge? Sind die Polen willkommen? Der Film geht diesen Fragen nach und zeigt hautnah, was es bedeutet, das Abenteuer Neuanfang im Nachbarland zu bestreiten.

Auftraggeber

die nordstory, NDR

Datum

2013

 

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